Stress

Zivilisationskrankheit Stress

Stress ist in der heutigen Zeit eine weit verbreitete „Zivilisationskrankheit". Stress kann im Beruf, aber auch im Privatleben oder in der Freizeit entstehen, wenn das Gleichgewicht von Anspannung und Entspannung aus der Balance geraten ist. Stress ist eine der wichtigsten Ursachen für viele chronische Erkrankungen.

Was passiert bei Stress im Körper?

Stress ist eine genetisch festgelegte Aktivierungsreaktion des Organismus. Er ist biologisch notwendig, um bei Gefahr Energie für Kampf ode Flucht bereitzustellen. Dann braucht der Mensch eine erhöhte Leistungsbereitschaft. Dies wird erreicht, indem so genannte Stresshormone aus den Nebennieren ausgeschüttet werden. Adrenalin (innerhalb von Sekunden aktiv) und das länger wirksame Kortisol. Sie bewirken die körperlichen Stressreaktionen:

Herz: Puls und Blutdruck steigen, das Herz pumpt schneller, um Sauerstoff und Nährstoffe schneller zu den Organen zu transportieren.

Leber: Gespeicherter Zucker wird ins Blut abgegeben, um die Muskeln zu versorgen.

Muskeln: Die Blutgefäße weiten sich, um die Versorgung zu verbessern.

Lunge: Die Atmung wird schneller und intensiver, es wird mehr Sauerstoff aufgenommen.

Gehirn: Im Gehirn wird Stress-Alarm ausgelöst, die Sinne sind aufnahmefähiger.

In einer zweiten Phase normalisieren sich die Körperfunktionen wieder. Problematisch wird es, wenn dann keine Erholungsphase kommt, denn dann bleibt die Kortisolausschüttung konstant auf einem zu hohen Niveau. Die Folgen: Die Blutzuckerwerte bleiben erhöht, das Immunsystem wird geschwächt, Magen und Darm bleiben unterversorgt, Herz und Kreislauf sind ständig belastet. Die psychischen Folgen sind Schlafstörungen, Depressionen, Burnout.

Im allgemeinen Sprachgebrauch wird erst dieser Zustand der Überforderung als „Stress" beschrieben. Stressfaktoren können sein: Zeitmangel, große Verantwortung, Angst, Mobbing am Arbeitsplatz, soziale Isolation, seeliche Probleme, Reizüberflutung, aber auch äußere Faktoren wie Kälte, Hitze und Lärm.

Was tun?

Nicht jeder Mensch reagiert gleich auf slche Stressoren. Was für den einen völlig normal ist, kann den nächsten aus der Balance bringen. Es sind also nicht allein die Einflüsse von außen, sondern die Reaktionen des Einzelnen, die das Stress-Erleben ausmachen. Um ungesunden Stress wieder abzubauen, hilft es am besten, die Stressoren herauszufinden und sie nach Möglichkeit zu vermeiden oder zu reduzieren. Dabei kann z. B. auch die Suche nach Unterstützung hilfreich sein. Entspannnung bringen bestimmte Techniken, z. B. Autogenes Training, Biofeedback, Yoga, Progressive Muskelrelaxation sowie guter und ausreichender Schlaf.