Rat und Hilfe

Hier in der Themenrubrik Rat und Hilfe finden Sie Informationen, Adressen, Ansprechpartner oder Verlinkungen sowie Berichte zu allen Bereichen, die uns im Kontext Gesundheit, Krankheit, Hilfe und Selbsthilfe betreffen.

Burnout-Syndrom

Menschen, die sich durch anhaltenden Stress, Leistungsdruck und ständiger Überforderung leer und aufgebrannt fühlen, leiden oft unter dem „Burnout-Syndrom". Die Symptome sind körperliche und seelische Erschöpfung, verminderte Leistungsbereitschaft, Kraftlosigkeit, Schlafprobleme und innere Unruhe. Über 20 Prozent der Menschen in den westlichen Industrieländern sind nach Schätzungen von Experten von dieser Erkrankung betroffen. Ursachen sind z. B. zu große oder ständig wechselnde Arbeitsanforderungen, schlechte Arbeitsbedingungen, zu wenig Unterstützung, unphysiologische Arbeitszeiten (z. B. Nacht- oder Schichtarbeit).

Restless Legs-Syndrom

Oft klagen betroffene Patienten zuerst über eine andauernde Schlafstörung. Sie können lange nicht einschlafen, wachen häufig auf, sind unruhig, müssen aufstehen und können häufig erst am Morgen einschlafen. Am Tag sind sie müde und kraftlos. Nicht selten steckt hinter diesen Schlafstörungen das sogenannte „Restless Legs-Syndrom" (RLS). Das sind unangenehme Gefühlsstörungen und Missempfindungen in den Beinen und (selten) in den Armen. Bis zu 20 Prozent aller chronischen Schlafstörungen sind durch ein RLS bedingt.

Schlafapnoen

Viele Menschen sind am Tag sehr oft müde, obwohl sie ausreichend schlafen. Die Müdigkeit ist so groß, dass sie manchmal in den unterschiedlichsten Situationen kurz einschlafen: während der Arbeit, im Straßenverkehr, im Restaurant etc. Ursache sind oft sogenannte Schlafapnoen.

Was sind Schlafapnoen?

Jeder Mensch hat während der Nacht einige Atemstillstände, das ist ganz normal. Treten solche Atemunterbrechungen aber sehr häufig auf (mehr als zehnmal pro Stunde) und dauern sie länger als 10 Sekunden an, handelt es sich sehr oft um ein Schlafapnoe-Syndrom. Durch die Atemunterbrechung sinkt der Sauerstoffgehalt im Blut und der Kohlendioxidwert steigt an. Dies löst dann eine Weckreaktion im Gehirn aus. Dies ist zwar lebenswichtig um nicht zu ersticken, aber durch die Weckreaktion ist der Schlaf gestört und geht in ein flaches Schlafstadium über.

Schlafstörungen

Mehr als 10 Millionen Deutsche leiden an behandlungsbedürftigen Schlafstörungen, medizinisch Insomnie genannt. Die Dunkelziffer liegt wahrscheinlich noch sehr viel höher, Experten schätzen sie bis zu 30 Prozent der Bevölkerung.

Einschlafen und Durchschlafen sind notwendig für Körper und Seele, um sich in der nächtlichen Ruhephase zu regenerieren. Schlaflose Nächte führen zu Müdigkeit, mangelnder Konzentration und Gereiztheit am nächsten Tag. Schlafstörungen müssen behandelt werden, wenn Schlafdauer und Schlafqualität über einen längeren Zeitraum ungenügend sind.

Man unterscheidet grob drei Kategorien von Schlafstörungen:

Stress

Stress ist in der heutigen Zeit eine weit verbreitete „Zivilisationskrankheit". Stress kann im Beruf, aber auch im Privatleben oder in der Freizeit entstehen, wenn das Gleichgewicht von Anspannung und Entspannung aus der Balance geraten ist. Stress ist eine der wichtigsten Ursachen für viele chronische Erkrankungen.

Was passiert bei Stress im Körper?

Stress ist eine genetisch festgelegte Aktivierungsreaktion des Organismus. Er ist biologisch notwendig, um bei Gefahr Energie für Kampf ode Flucht bereitzustellen. Dann braucht der Mensch eine erhöhte Leistungsbereitschaft. Dies wird erreicht, indem so genannte Stresshormone aus den Nebennieren ausgeschüttet werden. Adrenalin (innerhalb von Sekunden aktiv) und das länger wirksame Kortisol. Sie bewirken die körperlichen Stressreaktionen:

Tipps bei Schlafstörungen

Neben naturheilkundlichen oder homöopathische Medikamenten, die den natürlichen Schlafrhythmus wieder herstellen, helfen gegen Schlafprobleme oft ein paar ganz einfache Maßnahmen, die jeder selbst durchführen kann. Oft sind es nur ein paar Umstellungen der Lebensgewohnheiten, die dazu beitragen, die Schlafqualität zu verbessern. Beisiele sind

- Entspannungsübungen oder autogenes Training,

- Vermeidung oder zumindest Reduzierung von belastenden Stresssituationen. Lösungen finden statt verdrängen,

- Gedanken um Sorgen, die einen nicht schlafen lassen, auf den nächsten Tag verschieben (in der Nacht löst man sie sowieso nicht),