Burnout-Syndrom

körperliche und seelische Erschöpfung

Menschen, die sich durch anhaltenden Stress, Leistungsdruck und ständiger Überforderung leer und aufgebrannt fühlen, leiden oft unter dem „Burnout-Syndrom". Die Symptome sind körperliche und seelische Erschöpfung, verminderte Leistungsbereitschaft, Kraftlosigkeit, Schlafprobleme und innere Unruhe. Über 20 Prozent der Menschen in den westlichen Industrieländern sind nach Schätzungen von Experten von dieser Erkrankung betroffen. Ursachen sind z. B. zu große oder ständig wechselnde Arbeitsanforderungen, schlechte Arbeitsbedingungen, zu wenig Unterstützung, unphysiologische Arbeitszeiten (z. B. Nacht- oder Schichtarbeit).

Oft sind es die Betroffenen selbst, die sich zu viel zumuten, weil sie sich zu stark engagieren (vor allem in sozialen Berufen sehr häufig) oder weil sie zu ehrgeizig sind. Meist sind es sehr leistungsorientierte Menschen.

Die Entwicklung ist of schleichend und die Betroffenen bemerken sie kaum. Gerade noch hat es im Beruf richtig gut geklappt, man hat sich engagiert und war mit voller Kraft dabei. Ein Projekt folgt auf das andere, die Belastung wird immer größer. Erst hält man die Erschöpfung für vorübergehend und nimmt sie auf die leichte Schulter. Hält aber der Dauerstress an, kann das seelische Gleichgewicht aus der Balance geraten. Dann kommt ein Gefühl auf, den täglichen Aufgaben nicht mehr gewachsen zu sein. Alltag und Beruf werden zur Belastung. Die Kraftreserven sind aufgebraucht und deshalb werden die Anforderungen als immer bedrohlicher empfunden. Ein Ausgleich durch Freizeit, Freunde und Familie ist schon lange kaum noch vorhanden.

Was kann man tun?

Wichtig ist, schon erste Anzeichen ernst zu nehmen. Denn je früher man der Entwicklung gegensteuert, desto größer sind die Erfolgschancen. Da sich die Symptome und die Entwicklung eins Burnout-Syndroms bei jedem Menschen anders entwickelt, gibt es kein standardisiertes Diagnose- und Behandlungsschema. Im fortgeschrittenen Stadium mit körperlichen Beschwerden, Rückenschmerzen und depressiven Verstimmungen ist therapeutische Hilfe unbedingt angeraten. In leichteren Fällen mit innerer Unruhe und Schlafproblemen können neben der Veränderung der Arbeitssituation vor allem auch bewusst eingesetzte Entspannung, eine gute Schlafqualität und ein sinnvoller Ausgleich zur beruflichen Belastung durch Freizeit und Familie ausreichend sein.