Zahnfleischbluten

Zahnfleischblutungen

Zahnfleischbluten kann durch Entzündungen des Zahnhalteapparates auftreten, ebenso in der Schwangerschaft, bei bestimmten organischen Erkrankungen wie der Leber oder bei einigen Infektionskrankheiten. Bestimmte Bluterkrankungen können auch ursächlich für die Zahnfleischblutungen sein. Zahnfleischblutungen können ein Indiz für bestimmte Vitalitäts- und Funktionsverluste der Zähne und des Kiefers anzeigen.

Gingivitis

Gingivitis oder Zahnfleischentzündungen kommen vor allem immer mehr bei jungen Erwachsenen vor. Rund 80 Prozent der Deutschen leiden an den entzündlichen Zahnfleischentzündungen. Gingivitis wird durch schädliche Bakterien verursacht, die sich durch Plaque an den Zahnoberflächen oder an den Zahnfleischrändern ansiedeln.

Karies

Karies ist eine der häufigsten menschlichen Erkrankungen weltweit. Vor allem auf Grund der verbesserten medizinischen Versorgung und der aufgeklärten Mundhygienemaßnahmen gingen die Erkrankungen in den letzten Jahren im europäischen Raum zurück. Karies ist eine bakterielle Erkrankung der Zahnoberflächen durch bestimmte schädliche Zahnbeläge (Plaque). Karies entsteht auf Grund unterschiedlich zusammenwirkender Faktoren, die einen Zerstörungsprozess einleiten, was in der Entkalkung und Demineralisierung der Zahnschmelzoberflächen endet. In der heutigen Zeit sind es vor allem ungesunde Ernährungsgewohnheiten, wie zu viele Süßigkeiten und hektische Lebensgewohnheiten, die Karies begünstigen.

Mundfäule

Auslöser der Mundfäule, die vor allem Kinder zwischen zehn Monaten und drei Jahren betrifft, ist der Herpes-Simplex-Virus Typ 1 (HSV 1). Selten kommt es bei Erwachsenen zur Erkrankung. Der Virus wird durch Haut- oder Objektkontakt von Mensch zu Mensch übertragen. Nach der ersten Erkrankung ist der betroffene Patient immun gegen die Krankheit.

Parodontitis

Parodontitis ist eine Volkskrankheit, die Karies als Zahnerkrankung Nummer Eins abgelöst hat. Parodontitis beschreibt bakterielle Entzündungen, die degenerativ verlaufen und zur Zerstörung des Zahnhalteapparates führen. Man unterscheidet zwischen Parodontitis und Parodontose. Unter Parodontose versteht man alle Erkrankungen, die mit nicht-entzündlichem Zahnbettschwund verbunden sind. Bei den bakteriellen Entzündungen, der Paradontitis, wird wiederum unterschieden zwischen der apikalen und der marginalen Parodontitis, d.h. von der Wurzelspitze ausgehende Entzündungen und Entzündungen, die vom Zahnfleischsaum ausgehen. Die Einteilung der Paradontitis kann in lokale, generelle, chronische und aggressive Formen weiter unterteilt werden sowie in leichte bis schwere Stadienbeschreibungen. Meist ist mangelnde Mundhygiene verantwortlich für die Parodontitis, die im Endstadium mit massivem Knochenabbau verbunden ist und zum Verlust der Zähne führt. Der Zusammenhang von Zahnerkrankungen und anderen damit ausgelösten organischen Erkrankungen, wie zum Beispiel Herzkreislauferkrankungen oder rheumatischen Beschwerden, ist medizinisch belegt.

Parodontose

Eine der häufigsten Erkrankungen des Zahnhalteapparates (Parodontium), welche durch bakterielle Entzündungen hervorgerufen wird, ist die Parodontitis. Die bakterielle Entzündung greift zuerst das Zahnfleisch (Gingivitis) an und schädigt dann den Knochen und den Zahnhalteapparat. Bei anhaltender Krankheit kommt es zum Rückgang des Zahnfleisches und letztendlich zum Ausfall des Zahnes. Parodontose war ursprünglich der Sammelbegriff für alle entzündlichen und nicht-entzündlichen Erkrankungen des Zahnbettes. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts unterscheidet man zwischen Parodontitis und Parodontose. Bei der Parodontose kommt es zum Schwund des Zahnbettes ohne entzündliche Zahnfleischtaschen oder Blutungen.

Zahnen

Die Entwicklung und der Durchbruch der ersten Zähne ist ein normaler Naturprozess, der oft mit Beschwerden für die Kinder einhergeht. Alle Symptome und Beschwerden, die mit diesem Entwicklungsprozess verbunden sind, werden unter dem Sammelbegriff Zahnungsprobleme geführt. Es gibt zahlreiche Probleme beim Zahnen, die vom Arzt untersucht und behandelt werden müssen. Oft sind die Symptome und Beschwerden für die Eltern schwer zu deuten und einzuschätzen.

Zahnverlust durch Unfälle

Gerade im Sport treten zahlreiche traumatische Schädigungen der Zähne und des Kiefers- und Gesichtes auf. Vor allem die neuen Trendsportarten wie Inlineskating oder Mountainbiking tragen maßgebend zu Verletzungen in diesen Regionen bei. Ausgeschlagene Zähne oder Verletzungen des Jochbeins und des Kiefers treten oft auf und bedürfen einer sofortigen Behandlung durch den Arzt. Herausgebrochene Zähne können bei richtiger Sofortversorgung durchaus wieder eingesetzt werden. Lebensbedrohliche Komplikationen können durch die enge regionale Verwandtschaft, vor allem an der Halswirbelsäule und den oberen Atemorganen, bei offenen oder geschlossenen Verletzungen auftreten.

Zahnwurzelentzündungen

Zahnwurzelentzündungen, die oft mit sehr starken Zahnschmerzen einhergehen, sind mit Zahnfäulnis (Karies) verbunden. Ebenso, wie andere Zahnerkrankungen können Entzündungen mit Schmerzen auch auf den Kiefer und die Mundhöhle ausstrahlen sowie andere organische Erkrankungen, wie Herzkreislauf oder rheumatische Erkrankungen auslösen.