Treten Schmerzen beim Wasserlassen auf, so sind die Ursachen bzw. die auslösenden Grunderkrankungen vielschichtig. Oft sind es erworbene Erkrankungen der Harnorgane oder der Geschlechtsteile, die zu den Schmerzen führen. Nieren- und Blasensteine, Harnröhren- und Harnblasenentzündungen oder Geschlechtskrankheiten können ursächlich damit verbunden sein. Die Schmerzen können, je nach Krankheitsbild, sehr stark variieren. Brennen und leichtere Schmerzen beim Wasserlassen können genauso auftreten wie extrem starke Schmerzen. Blut im Urin und Unterleibsschmerzen treten je nach Krankheitsbild ebenfalls auf.
Alkoholkrankheit
Alkohol ist neben dem Rauchen die größte Sucht. Man schätzt, dass über 40.000 Menschen in Verbindung mit langfristigem Alkoholgenuss jährlich sterben. Die Grenze zwischen einem „normalen“ Alkoholkonsum und Alkoholismus ist dabei fließend und kann anhand bestimmter definierter Kriterien bestimmt werden. Übermäßiger Alkoholkonsum kann zahlreiche Erkrankungen begünstigen und bringt in vielfältiger Weise berufliche und private Probleme mit sich. Auch im Straßenverkehr spielt Alkohol in Bezug auf die Unfallstatistik eine gravierende negative Rolle. Gerade Jugendliche „entdecken“ Alkohol als eine „normale“ Droge, die sie aus den Alltagsfrustrationen holt.
Bettnässen
Von Bettnässen spricht man in definitiv, wenn ab dem fünften Lebensjahr regelmäßiges oder periodisches Bettnässen in der Nacht auftritt. Diese kindliche und jugendliche Störung nimmt mit jedem Jahr statistisch ab. Man unterscheidet zwischen primärer und sekundärer Enuresis. Bei der ersten Form war das Kind noch nie trocken. Bei der sekundären Enuresis kommt es zu einem Rückfall des Bettnässens nach einigen Monaten. Bettnässen bis zum fünften Jahr stellt keinen medizinisch notwendigen Abklärungsbedarf dar. Störungen können auf Grund von körperlichen oder seelischen Leiden auftreten. Bei den Fünfjährigen tritt das Bettnässen etwa bei jedem fünften bis sechsten Kind auf.
Blasenentzündung
Eine Harnblasenentzündung oder untere Harnwegsinfektion wird fachärztlich Zystitis genannt. Auf Grund der kürzeren Harnleiter sind Frauen von der Krankheit öfter betroffen, die meist durch bakterielle Infektionen ausgelöst werden. Auch ältere Menschen, die an Prostatavergrößerung leiden unter der Krankheit. Der häufigste Erreger der Blasenentzündung ist der Escherichia coli. Die Flitter- oder Honeymoon-Zystitis ist eine bekannte Form der Blasenentzündung, die vorwiegend bei Frauen mit viel Geschlechtsverkehr auftritt.
Chlamydien-Infektion
Chlamydien-Infektionen sind bakterielle Infektionen der Geschlechtsorgane, die unterschiedliche Erkrankungen zur Folge haben können. Der Erreger kann Bindehautentzündungen, Geschlechtskrankheiten, Nasennebenhöhlen und Lungenentzündungen hervorrufen.
Chronisches Nierenversagen
Bei der chronischen Niereninsuffizienz handelt es sich um eine fortschreitende Erkrankung der Nieren, die von Funktionsverlusten bis zum kompletten Ausfall des Organs geprägt sind. Bei einer Einschränkung der Nierenfunktion kann das Organ die giftigen Stoffwechselprodukte nicht mehr ausscheiden. Sammeln sich diese im Blut, so kommt es zum Nierenversagen auf Grund einer Harnvergiftung. Gleichzeitig kommt es zu einer starken Ansammlung von Wasser in der Niere, da diese die aufgenommene Flüssigkeit nicht mehr ausscheiden kann.
Essstörungen
Essstörungen sind gerade bei jungen Frauen ein ernsthafter und gesundheitsschädigender Trend. Wird das Thema „Essen“ zu einem permanenten gedanklichen und emotionalen Thema, einhergehend mit der Verringerung oder Verweigerung der Nahrungsaufnahme, so kann dies zu unterschiedlichen Krankheitsbildern führen. Psychische, körperliche und soziale Probleme können für die Betroffenen ernsthafte Konsequenzen im Alltag haben.
Harninkontinenz
Inkontinenz bedeutet soviel wie „Zurückhalten“. Inkontinenz kann sich beziehen auf die Harninkontinenz, Stuhlinkontinenz und die Milchinkontinenz. Inkontinenz bezeichnet auch die medizinischen Krankheitsbilder von Affekt-Inkontinenz (Emotionen) und verbaler Inkontinenz (Äußerungen). Im Weiteren wird hier auf die Beschreibung der Harninkontinenz eingegangen. Harninkontinenz beschreibt den unfreiwilligen Harnabgang, der nicht zu schweren Krankheitsbildern führt, aber auf Grund der sozialen Problematik als Krankheitsbild wahrgenommen wird.
Harnwegsinfektion
Von Harnwegsinfektionen sind meist, auf Grund der kürzeren Harnröhre, Frauen betroffen. Man unterscheidet zwischen der unteren Harnwegsinfektion, bei der die Harnröhre und Blase betroffen ist und der oberen Harnwegsinfektion des Nierenbeckens. Meist sind Darmbakterien für die Infektion verantwortlich. Auch ältere Männer sind bei Prostataleiden von Harnwegsinfektionen betroffen.
Herpes genitalis
Herpes genitalis ist eine Virus-Erkrankung, die durch Herpes-Simplex-Viren (HSV) der Typen 1 und 2 ausgelöst wird. Typ 2 ist vor allem verantwortlich für Infektionen der Haut und der Schleimhäute. Typ 1 verursacht meist die Lippenbläschen. Rund ein Viertel der genitalen Infektionen sind auf HSV-Typ 1 zurückzuführen.
Hoden- und Nebenhodenentzündung
Man unterscheidet zwischen einer Hodenentzündung (Orchitis) und einer Entzündung der Nebenhoden (Epididymitis). Meist handelt es sich um Infektionskrankheiten durch Bakterien oder Viren. Vor allem männliche Personen, die nach der Pubertät an speziellen Formen von Mumps erkranken, leiden an Hodenentzündungen und nachfolgend oft an Nebenhodenentzündungen. Nebenhodenentzündungen sind oft mit bakteriellen Infektionen der Harnwege verbunden.
Nierenkolik
Krampfartige Schmerzen im Nieren- und Bauchraum entstehen, wenn Nierensteine oder andere Ablagerungen wie Nierengewebe oder Blutgerinnsel durch den Harnleiter zur Harnblase transportiert werden. Setzen sich die Ablagerungen im Harnleiter fest, so entstehen starke Schmerzen.
Nierensteine
Nierensteine sind Ablagerungen (Harnsteine) aus Urinbestandteilen. Sie entstehen in den Nierengängen, dem Nierenbecken und der ableitenden Harnwege. Nierensteine bestehen oft aus Kalziumsalzen oder Harnsäure. Steine im Harnleiter (Ureter) werden auch als Blasensteine bezeichnet. Die medizinische Bezeichnung für Nierensteinkrankheit ist Nephrolithiasis oder Urolithiasis.
Peniskarzinom
Die bösartige Tumorform am Penis ist eine seltene Erkrankung in Deutschland. Sehr selten tritt die Erkrankung vor dem 40-ten Lebensjahr. Die meisten Fälle betreffen ältere Männer um das sechzigste Lebensjahr. In fast allen Fällen handelt es sich um so genannte Plattenepithelkarzinome (Deckschichten der Organe). Wie bei anderen Tumorerkrankungen wird in unterschiedliche Stadien der Erkrankung und Ausbreitung untergliedert.
Prostatakrebs
Prostatakrebs (Prostatakarzinom) ist ein bösartiger Tumor der Vorsteherdrüse (Prostata). Prostatakrebs ist in Deutschland die häufigste Form der männlichen Krebserkrankungen. Der Krebs kann bis zur Größe einer Kastanie heranwachsen. Die Vorsteherdrüse umgibt ringförmig den oberen Teil der Harnröhre und befindet sich unterhalb der Harnblase. Probleme bei der Blasenentleerung sind bei Prostatakrebspatienten typisch. Mit dem Alter steigt die Gefahr, an Prostata zu erkranken. Jeder zweite Mann ab 80 Jahre hat ein Prostata-Leiden.
Syphilis
Syphilis, auch Liebesseuche, Franzosenkrankheit oder französische Pocken genannt, ist eine Geschlechtskrankheit, die in der Regel durch Bakterien (Treponema pallidum) beim Geschlechtsverkehr übertragen wird. Die Krankheit ist schon seit Jahrhunderten bekannt und kann alle Organe schädigen und führt unbehandelt zum Tod. Sie verläuft in unterschiedlichen Stadien. Schwangere Frauen können ihr Kind mit der Geschlechtskrankheit infizieren.
Übergewicht
Übergewicht (Adipositas) ist eine Ursache für zahlreiche Krankheiten, wie Herzinfakt, Bluthochdruck, Diabetes und Gelenkschäden. Fresssucht und Übergewicht sind chronische Krankheiten, die nicht nur zu einer Einschränkung der Lebensqualität führen, sondern auch das Leben meist verkürzen. Nur noch ein Drittel der deutschen Bevölkerung hat ein wünschenswertes Normalgewicht.
Vorhautverengung
Die Vorhaut ist die umgebende Hautschicht der Eichel des Penis, die in Innenblatt und Außenblatt unterteilt wird und sich im vorgezogenen Zustand zusammenfaltet. Von Vorhautverengung spricht man u.a., wenn die Vorhaut mit der Eichel „verklebt“ ist oder sich nicht über die Eichel, zum Beispiel bei Vernarbungen, zurückschieben lässt. Die Vorhautverengung wird weiter in eine vollständige oder unvollständige Phimose unterschieden, d.h. die Vorhaut lässt sich im erschlafften oder erigierten Zustand nicht zurückschieben.
Wilms-Tumor
Der Wilms-Tumor, der nach seinem Entdecker, dem Arzt Max Wilms, benannt ist, ist ein relativ seltener bösartiger Nierentumor. Die bösartige Tumorform stellt die häufigste Form der kindlichen Nierenkrebserkrankungen dar und ist mit rund zehn Prozent aller bösartigen Tumore bei Kinderkrankheiten vertreten. Der embryonale Tumor besteht aus unterschiedlichen Gewebearten und kann sich mit Metastasen auch auf die Lunge ausbreiten. Vor allem Kinder im dritten Lebensjahr sind meistens von der Krebserkrankung betroffen. Nur in etwa fünf Prozent der F