Sehstörungen

Augenleiden

Oft verändert sich das Sehen im Alter durch eine Trübung der Augenlinse oder einen erhöhten Innendruck. Häufige Augenkrankheiten im Alter sind Katarakt und Glaukom. Als Folge von Augenkrankheiten entstehen viele Probleme, da der Alltag sehr beeinträchtigt wird und es zu Stürzen und Gangunsicherheit kommen kann. Dies führt oft zu starkem Leiden der Patienten und Depressionen. Sehstörungen äußern sich durch Schwarzwerden, Doppeltsehen, Tunnelblick, Flimmerlinien, Verzerrungen oder verschwommenes Sehen.

Alkoholkrankheit

Alkohol ist neben dem Rauchen die größte Sucht. Man schätzt, dass über 40.000 Menschen in Verbindung mit langfristigem Alkoholgenuss jährlich sterben. Die Grenze zwischen einem „normalen“ Alkoholkonsum und Alkoholismus ist dabei fließend und kann anhand bestimmter definierter Kriterien bestimmt werden. Übermäßiger Alkoholkonsum kann zahlreiche Erkrankungen begünstigen und bringt in vielfältiger Weise berufliche und private Probleme mit sich. Auch im Straßenverkehr spielt Alkohol in Bezug auf die Unfallstatistik eine gravierende negative Rolle. Gerade Jugendliche „entdecken“ Alkohol als eine „normale“ Droge, die sie aus den Alltagsfrustrationen holt.

Alterssichtigkeit

Alterssichtigkeit ist eigentlich keine Krankheit, sondern ein natürlicher Alterungsprozess. Im zunehmenden Alter, vor allem ab dem vierten Lebensjahrzehnt, nimmt die Elastizität der Augenlinse ab. Die normale Verformungsfähigkeit der Linse, die zur Abbildung von Gegenständen in der Nähe oder der Ferne wichtig ist, wird zunehmend im Leben eingeschränkt. Die Brechkraft reicht dann nur noch für die scharfe Abbildung von fernen Objekten aus.

Angst und Panik

Schätzungsweise leiden in Deutschland etwa zehn Prozent der Menschen an behandlungswürdigen Angstzuständen. Angst ist eigentlich etwas normales, da sie schon seit Urzeiten den Menschen vor vermeintlichen Gefahren bewahrt hat. Man spricht von Angst- und/oder Panikerkrankungen, wenn keine rationalen Gründe vorliegen oder Panikattacken ohne besonderen Grund auftreten. Angst kann als ein Stresszustand gesehen werden, der weitreichende körperliche und seelische Erkrankungen nach sich zieht. Werden die krankhaften Ängste nicht behandelt, kann es zu zahlreichen Phobien kommen. Die bekanntesten Phobien sind die Agoraphobie (Platzangst) und die Klaustrophobie (geschlossene Räume). Chronische Angsterkrankungen wie Todesangst, Prüfungsangst oder auch Sexualängste können zu sozialen Problemen führen, die oft einhergehen mit Alkohol- und Drogenmissbrauch.

Cholesterin

Cholesterin ist ein für Menschen lebenswichtiger biochemischer Naturstoff, der über die Nahrung zugeführt wird oder im Körper in der Leber hergestellt wird. Cholesterin ist u.a. Hauptbestandteil von Plasmamembranen und stabilisiert Zellen. Cholesterin ist maßgebend bei der Bildung von Gallensäure, die wiederum wichtig für die Verdauung bestimmter Speisen ist. Auch bei der Bildung von Vitamin D (Knochenaufbau) und bei wichtigen Hormonbildungen ist Cholesterin beteiligt. Der Transport des schlecht wasserlöslichen Nahrungsfettes wird durch Eiweißbindung über das Blut transportiert. Stei

Farbsehstörungen

Zu den Farbsehstörungen gehören Farbenschwachsichtigheit bzw. Farbsinnstörungen und drei unterschiedliche Formen der Farbenblindheit. Von Farbsinnstörungen sind Männer mehr betroffen als Frauen. Oft ist die Sinnesstörung auf die Farbe Grün fokusiert. Bei der Monochromasie sieht die betroffene Person verschiedene Facetten von Schwarz/Weiß und Farben in Graustufen. Unter Dichromasie versteht man die Zweifarbenwahrnehmung. Bei der Dichromasie unterscheidet man wiederum in Rot-, Grün-, und Blaublindheit (Protanopie, Deuteranopie, Tritanopie). Die dritte Form der Farbblindheit nennt man anomales Dreifarbensehen (AnomaleTrichromasie), hier ist eine der drei Farbwahrnehmungen unterentwickelt.

Frühgeborenen-Retinopathie

Frühgeborenen-Retinopathie betrifft Neugeborene, die vor der 32. Schwangerschaftswoche geboren wurden und zumeist unter 1500 g wiegen. Diese Kinder müssen zumeist künstlich beatmet werden. Auf Grund des künstlichen Sauerstoffsdrucks, der für das Kind schädigend sein kann, kommt es zu einer krankhaften Blutgefäßentwicklungen mit Schädigungen der Netzhaut. In vielen Fällen ist die Erkrankung nur mit leichten Schädigungen verbunden. In schweren Fällen können Vernarbungen, Kurzsichtigkeit bis hin zur Erblindung auftreten. Desto unterentwickelt das Frühgeborene ist, desto größer ist das Risiko, das die Netzhaut geschädigt wird.

Frühgeborenenretinopathie

Frühgeborenenretinopathie oder im englischen ROP (Retinopathy of premarturity) ist ein Krankheitsbild, dass die mangelnde Sauerstoffversorgung der Netzhaut beim Geburtszeit beschreibt. Es kann weinige Wochen nach der Geburt auf Grund von abnormen Gefäßneubildungen der Netzhaut und der weiterschreitenden Ablösung der Netzhaut zur Erblindung kommen. Nach der Behandlung der akuten ROP-Phase können Augenerkrankungen, wie Kurzsichtigkeit (Myopie), Schielen (Strabismus) oder auch degenerative Netzhauterkrankungen auftreten.

Gehirnerschütterung

Gehirnerschütterungen (Commotio cerebri) kommen in der Regel durch gewaltsame Ereignisse, wie Stürze oder Schläge vor und werden medizinisch, wie Schädel-Hirn-Traumata, nach bestimmten Schweregraden, innerhalb eines speziellen Punktesystems gewertet. Gehirnerschütterungen gehen oft mir einer Bewusstlosigkeit einher und werden auch manchmal mit Schädel-Hirn-Trauma (SHT) assoziiert. Schädel-Hirn-Trauma-Erkrankungen umschreiben Krankheitsbilder, die nicht nur mit reinen Schädelverletzungen einhergehen, sondern auch mit flankierenden Hirnerkrankungen verbunden sind. Jede Gehirnerschütter

Grauer Star

Grauer Star oder Katarakt bedeutet auf griechisch Wasserfall und ist eine Trübung der Augenlinse. Der starre Blick und die graue Färbung der Augenlinse, die im fortgeschrittenen Stadium der Krankheit erkennbar ist, gab der Krankheit ihren Namen. In Deutschland ist fast jeder Mensch über 65 Jahren davon betroffen.

Kurzsichtigkeit

Unter Kurzsichtigkeit versteht man unscharfes Sehen in die Ferne. In vielen Fällen ist die Kurzsichtigkeit durch einen zu langen Augapfel verursacht. Ist die Sehstörung ursächlich für erbliche Erkrankungen oder frühgeburtliche Schädigungen, so nennt man dies Achsenmyopie. Unter der Bezeichnung Brechungsmyopie versteht man eine gestörte Brechkraft der Hornhaut oder der Linse. Es gibt aber auch die Schulmyopie, die angeborene Anlagenschädigungen, meist im Alter von 10-12 Jahren, auslöst.

Migräne

Griech. hemikrania (Schmerz in einer) Kopfhälfte. Schon 400 v. Chr. hatte Hippokrates seine Aura-Theorie über die Migräne. In Deutschland leiden heute über 10 Millionen Menschen unter der Krankheit, die schon in jungen Jahren ausbricht. Der Kopfschmerz, der meist einhergeht mit Übelkeit, Lärm- und Lichtempfindlichkeit ist ein Martyrium für die Betroffenen. Migräne bleibt ein Phänomen.

Nachtblindheit

Nachtblindheit kann angeboren oder erworben sein. Gekennzeichnet ist die Nachtblindheit durch Sehstörungen in der Dämmerung oder die Dunkelheit. Normalerweise kann der Mensch auch bei Dunkelheit bestimmte Dinge wahrnehmen, bei der Nachtblindheit ist das Sehen von Licht und Gegenständen nur meist schimmernd und kontrastlos möglich. Oft kann Vitamin-A-Mangel ursächlich für die voranschreitende Sehstörung sein.

Retinoblastom

Retinoblastom ist eine sehr seltene Tumorerkrankung, aber die häufigste Augentumorerkrankung im Kindesalter. Jungen und Mädchen erkranken an der Krebsform gleicherweise. Meistens sind Kinder unter fünf Jahren von der Netzhauterkrankung betroffen. Die Tumorerkrankung kann erblich bedingt sein (hereditäre) oder sporadisch auftreten und ist die Folge von entarteten Netzhautzellen in unterschiedlichen Entwicklungsstufen. Retinoblastome können ein oder beide Augen befallen und sich auch über das zentrale Nervensystem oder die Blutbahn im Organismus ausbreiten und andere Krebserkrankungen auslösen.

Schielen

Etwas drei bis fünf Prozent der Deutschen sind vom Schielen betroffen. Unter Schielen versteht man generell, auf Grund eines Koordinationsdefizites, ein nicht paralleles Verhältnis der Sehachsen, beim Sehen in die Ferne, Schielen kann in unterschiedlichen Krankheitsformen auftreten und hat viele Ursachen. Innerhalb der Augenheilkunde hat sich ein spezielles medizinisches Fach entwickelt, das sich mit dem Schielen beschäftigt – die Strabologie. In vielen Fällen gehen mit dem Schielen vielschichtige Komplikationen einher. Schielen kann bei Kleinkindern in bestimmten Alltagssituationen (Einschlafen, Ermüdung) ein normales Verhalten sein.

Sehverschlechterung

Rund 300.000 neue Erblindungsfälle kommen in Deutschland im Jahr vor. Erblindung heisst in der gesetzlichen Defintion, eine deutliche Behinderung im Alltag durch starke Seheinschränkungen. In fast 90 Prozent der Fälle ist Makuladegeneration bei Menschen ab dem 50-ten Lebensjahr dafür verantwortlich. Von der degenerativen Erkrankung der Netzhaut, ist das so genannte zentrale sehen, zum Beispiel die Mitte eines Gesichts, betroffen. Mit zunehmendem Alter wird die räumliche Orientierung schwieriger. Für viele Menschen ist das Autofahren, als ein zentrales Mobilitätselement, durch die Makuladegeneration nicht mehr möglich.

Stabsichtigkeit

Die Stabsichtigkeit ist eine Sehstörung auf Grund von Hornhautverkrümmungen, die letztendlich zum Unscharfen sehen führen. Astigmatismus kann durch angeborene oder erworbene Schädigungen auftreten. Narben auf der Hornhaut sind oft ursächlich für die erworbene Stabsichtigkeit, die zu verzehrten Netzhautbildern und somit unscharfes sehen führt.

Trockene Augen

Das Trockene-Augen-Syndrom ist eine der häufigsten Augenleiden. Die Betroffenen haben das Gefühl, das bei jedem Lidschlag Sandkörner auf der Hornhaut wären. Ursachen können Tränendrüsenschädigungen oder eine gestörte Tränenflüssigkeitszusammensetzung sein. Frauen in den Wechseljahren leiden auf Grund der hormonellen Umstallung an trockenen Augen.

Weitsichtigkeit

Weitsichtigkeit gehört neben der Kurzsichtigkeit (Myopie) und der Stabsichtigkeit zu den häufigsten Sehstörungen. In den meisten Fällen ist der zu kurze Augapfel für die Sehstörung verantwortlich. Bei der Kurzsichtigkeit kann der Betroffene, auf Grund der mangelnden Brechkraft des Auges, Gegenstände in der Nähe nur unscharf wahrnehmen. Weitsichtige leiden auf Grund der Sehstörung öfter unter Kopfschmerzen, Müdigkeit und Augenentzündungen.