Regelblutungen

Menstruation

Regelblutungen oder Menstruationsblutungen können teilweise schmerzhafte, verlängerte oder ausbleibende Perioden haben und sollten auf Grund der vielfältigen organischen Wirkungsweisen von Grunderkrankungen grundsätzlich mit dem Arzt besprochen werden. Kurz vor den Wechseljahren bzw. der letzten Monatsblutung können u.a. Symptome wie: verkürzte und verlängerte Zyklen, verstärkte oder erschwächte Regelblutungen auftreten. Regelblutungen können u.a. mit Unterleibsschmerzen, Kopfschmerzen, Gliederschmerzen oder Stimmungschwankungen verbunden sein.

Adnexitis

Unter dem Begriff Adnexitis werden Entzündungen des Anhanggebildes verstanden. Adnexe oder das Anhanggebilde umschreibt medizinisch meist die Eierstöcke und Eileiter. Unter männlichen Adnexe bezeichnet man Samenleiter und -bläschen, Prostatadrüse und Nebenhoden. Es gibt unterschiedliche Begriffe für Entzündungen der Organe des kleinen Beckens, die unter der Überbegrifflichkeit „Pelvic inflammatory disease" (PID) fallen. Davon können die Eileiter, Eierstöcke oder Gebärmutter betroffen sein.

Alkoholkrankheit

Alkohol ist neben dem Rauchen die größte Sucht. Man schätzt, dass über 40.000 Menschen in Verbindung mit langfristigem Alkoholgenuss jährlich sterben. Die Grenze zwischen einem „normalen“ Alkoholkonsum und Alkoholismus ist dabei fließend und kann anhand bestimmter definierter Kriterien bestimmt werden. Übermäßiger Alkoholkonsum kann zahlreiche Erkrankungen begünstigen und bringt in vielfältiger Weise berufliche und private Probleme mit sich. Auch im Straßenverkehr spielt Alkohol in Bezug auf die Unfallstatistik eine gravierende negative Rolle. Gerade Jugendliche „entdecken“ Alkohol als eine „normale“ Droge, die sie aus den Alltagsfrustrationen holt.

Androgenisierung

Unter Androgenisierung versteht man allgemein die „Vermännlichung“ der Frau auf Grund der verstärkten Wirkung der männlichen Hormone, den Androgenen. Unterschiedliche Faktoren können ursächlich für diesen Prozess verantwortlich sein. Meist sind es bestimmte Tumore oder Enzymdefekte, die diesen Prozess auslösen. Gerade im Leistungssport führt die Einnahme androgenhaltiger Präparate (Anabolika) zur „Vermännlichung“.

Borderline

Borderline soll bis zu drei Prozent der Erwachsene in Deutschland betreffen. Frauen sind dreimal soviel betroffen als Männer. Borderline ist eine Persönlichkeitsstörung, die eine instabile und emotionale Persönlichkeitsstörung beschreibt. Borderline wird auch mit den Begriffen Grenzgänger und Grenzlinie umgangssprachlich umschrieben. Borderline-Syndrome wurden in der wissenschaftlichen Psychiatrie als Randerscheinungen im Grenzbereich der schizophrenen Erkrankungen beschrieben. Zum Erscheinungsbild gehören sehr unterschiedliche und wechselhafte Emotionen, Stimmungen und Verhaltensweisen, u.a.: Angstzustände, Selbstverletzende Verhaltensweisen, Depressionen, Essstörungen und viele andere Symptome. Starke Gefühlsimpulse und Reaktionen auf äußere Einflüsse können von den Erkrankten oft nicht reguliert werden.

Bulimie

Bulimie oder Ess-Brech-Sucht tritt vor allem bei Frauen zwischen 20-30 Jahren auf. In den letzten Jahren sind auch vermehrt junge Männer von der Krankheit betroffen, die wie Alkohol- und Drogenmissbrauch, einer medizinischen Behandlung bedürfen. Heißhunger- und Hungerphasen wechseln sich dabei ab. Meist wird die aufgenommene Nahrung künstlich wieder erbrochen, um das Gewicht zu halten. Eine permanente Auseinandersetzung mit dem Grundthema Essen, ist bezeichnend für das Krankheitsbild. Meist wird die Krankheit aus Schamgefühl vor Verwandten und Freunden geheim gehalten.

Burn-Out-Syndrom

Burn-Out kann man wörtlich übersetzen mit „ausgebrannt“ und ist heute schon lange kein Krankheitsbild mehr, das nur eine typische Managerkrankheit beschreibt, die auf Grund von Überarbeitung auftritt. Das Burn-Out-Syndrom beschreibt eine geistige Leere und individuelle psychische Erschöpfungszustände, einhergehend mit organischen Defiziten. Besonders betroffen sind zum Beispiel Topmanager, Berufssportler, aber auch Ärzte, Lehrer oder vermehrt Frauen, die Beruf und Familie in Einklang bringen müssen sowie immer mehr Jugendliche.

Chronisches Erschöpfungssyndrom

CFS-Chronic-Fatique-Syndrom oder das chronische Erschöpfungssyndrom wurde lange Zeit unter den Depressionsformen geführt. Heute ist die Krankheit, die vor allem Menschen zwischen 20-40 Jahren betrifft und bei Frauen öfetrs auftaucht als bei Männern, als eigenständiges Krankheitsbild etabliert. In schlimmen Fällen kann es für die Betroffenen zu Behinderungen bei der Arbeit und Privatleben kommen.

Depression

Depression kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „niederdrücken“. In der Psychologie und Medizin spricht man von depressiven Episoden, in dem der Patient niedergeschlagen ist, sich antriebs- und freudlos gibt und das meist einhergehend mit einer Störung des Selbstwertgefühls und verringertem Fremdwertgefühl. In der Psychiatrie spricht man von Affekt-Störungen, in denen es sporadisch zu Störungen der normalen Stimmung kommt. Depressionen schränken den Patient in seiner Lebensqualität maßgebend ein. Nach Schätzungen nehmen sich über 10.000 Menschen im Jahr das Leben, mehr als es Verkehrstote in Deutschland gibt.

Eierstockzyste

Alle gutartigen Veränderungen am Eierstock, die nach Zysten aussehen oder auch manchmal Tumore genannt werden, finden sich unter der Begrifflichkeit Ovarialzysten. Man unterscheidet zwischen funktionellen Zysten und Retentionszysten, je nach Entstehungsmechanismen. Meist sind es Frauen nach der Pubertät und Frauen nach den Wechseljahren, die an funktionellen Zysten erkranken. Eierstockzysten werden oft durch Hormonstörungen hervorgerufen.

Magersucht

Magersucht (Anorexia nervosa) ist eine psychosomatische Erkrankung, die gerade seit den 70er Jahren in der Öffentlichkeit für Schlagzeilen sorgte. Neulateinisch „Anorexia“ steht für Appetitlosigkeit. Die Krankheit ist verbunden mit starker Gewichtsabnahme, Hungern und einer extremen Gewichtskontrolle. Die Krankheit tritt laut medizinischen Erhebungen vor allem bei Mädchen in der Ober- und Mittelschicht auf. Gerade Frauen zwischen 15-25 Jahren gelten als Risikogruppe.

Tripper

Tripper ist eine Geschlechtskrankheit, die beim Geschlechtsverkehr durch Bakterien (Neisseria gonorrhoeae / Gonokokken) übertragen wird. Gerade junge Erwachsene sind von der Krankheit betroffen, die in den letzten Jahren laut Statistik wieder in Deutschland zunimmt. In unserem Kulturkreis war die angeborene Gonorrhoe die häufigste Ursache für Erblindungen bei Kindern.

Wechseljahre der Frau

Wechseljahre (Klimakterium) der Frauen stellen keine Krankheit dar, vielmehr führt die kontinuierlich im Alter abnehmende Östrogenproduktion zu Symptomen, wie Hitzewallungen, Schwindel und Schweiß. Jede Frau nimmt diesen altersbedingten, hormonellen Umwandlungsprozess anders war. Im negativen Fall können andere Symptome meist mit psychischen Leiden entstehen.