Nackenschmerzen können unterschiedliche Ursachen haben. Die Schmerzen treten im Nacken und Halswirbelbereich auf und strahlen oft bis in die Schultern und Arme aus. Der Schmerz fühlt sich wie ein starker Muskelkater an. Oft kommt es nach Autounfällen, Stürzen oder Stößen zu diesen Schmerzen. Nicht selten kommt es zu Begleiterscheinungen wie Übelkeit, Erbrechen, Müdigkeit oder Fieber.
Angeborener Schiefhals
Der muskuläre Schiefhals tritt bei Neugeborenen und Säuglingen auf und bezeichnet eine angeborene fixierte Schiefstellung des Halses. Die Krankheit stellt die dritthäufigste angeborene orthopädische Erkrankung dar. Torticollis kann man übersetzen mit „verdrehtem Hals“. Oft ist der seitlich/vorne-liegende Halsmuskel (Kopfnickermuskel) verkürzt. Der Kopf neigt sich zur kranken Seite und erfährt eine Rotation zur gesunden Seite. Ursächlich können aber auch andere Erkrankungen wie Muskelblockaden oder knöchrige Fehlbildungen sein. Der angeborene Schiefhals führt zu Fehlentwicklungen des Skeletts, die sich zum Beispiel durch Gesichtsfehlstellungen der Augen und Ohren zeigen. Auch Skoliose (Wirbelsäulenseitenverbiegung) kann an der Hals- und Brustwirbelsäule auftreten.
Angst und Panik
Schätzungsweise leiden in Deutschland etwa zehn Prozent der Menschen an behandlungswürdigen Angstzuständen. Angst ist eigentlich etwas normales, da sie schon seit Urzeiten den Menschen vor vermeintlichen Gefahren bewahrt hat. Man spricht von Angst- und/oder Panikerkrankungen, wenn keine rationalen Gründe vorliegen oder Panikattacken ohne besonderen Grund auftreten. Angst kann als ein Stresszustand gesehen werden, der weitreichende körperliche und seelische Erkrankungen nach sich zieht. Werden die krankhaften Ängste nicht behandelt, kann es zu zahlreichen Phobien kommen. Die bekanntesten Phobien sind die Agoraphobie (Platzangst) und die Klaustrophobie (geschlossene Räume). Chronische Angsterkrankungen wie Todesangst, Prüfungsangst oder auch Sexualängste können zu sozialen Problemen führen, die oft einhergehen mit Alkohol- und Drogenmissbrauch.
Chronische Bronchitis
Chronische Bronchitis ist eine chronische Erkrankung der Atemwege und betrifft vor allem die Zielgruppe von Männern im vierten Lebensjahrzehnt. Infektionen der Atemwege sind als Ursache ebenso maßgebend wie das Rauchen oder Umweltschädigungen. Unter chronischen Leiden versteht die Weltgesundheitsorganisation (WHO) das regelmäßige Auftreten von Reizhusten und Schleimbildungen über einen Zeitraum von mindestens drei Monaten in zwei darauffolgenden Jahren.
Knochenschwund
Schätzungen gehen davon aus, dass bis zu sieben Millionen Bundesbürger an der Stoffwechselerkrankung der Knochen, bei der es zum Abbau der Knochenmasse kommt, leiden. In einem Drittel aller Fälle sind Frauen ab dem 60-ten Lebensjahr betroffen. Durch die Osteoporose können vor allem Oberschenkelhalsbrüche gefördert werden, die bei älteren Menschen auf Grund der Komplikationen gefürchtet sind.
Morbus Bechterew
Unter der Krankheit Morbus Bechterew versteht man eine chronisch-rheumatische Erkrankung, meist der Wirbelsäule, die entzündlich ist und häufig bei jungen Männern auftaucht. Chronische und schmerzhafte Entzündungen treten oft in der unteren Wirbelsäule auf und führen in den weiteren Stadien zu Versteifungen an der Wirbelsäule. Entzündliche Veränderungen, die meist nach einer gewissen Zeit wieder nachlassen, treten oft an den Knie-und Ellenbogengelenken auf. Betroffen sind auch Herz und Augen.
Muskelkrämpfe
Muskelkrämpfe treten nach intensiven Belastungen auf und äußern sich in krampfartigen und schmerzhaften Dauerkontraktionen des überlasteten Muskels. Wird die Belastung nicht reduziert, kommt es zu sehr heftigen lokalen Schmerzen, verbunden mit Muskelzuckungen. Von belastungsassoziierenden Muskelkrämpfen spricht man, wenn die Krämpfe auf eine Sportübung beschränkt sind.
Salmonellen
Unter Salmonellose versteht man Salmonellen-Erkrankungen, die häufig in den Sommermonaten auftreten, und durch stabförmige Bakterien ausgelöst werden. Es gibt rund zehn Samonellenarten, die für Erkrankungen des Menschen relevant sind. In Deutschland sind es zwei Salmonellosen, Serovare S. enteritidis und S. typhimurium, die Durchfallerkrankungen verursachen. In den meisten Fällen heilen die Salmonellen-Erkrankungen nach einer Zeit spontan ab. Für Risikogruppen, wie Kleinkinder oder ältere Menschen, können die Salmonellenerkrankungen allerdings gefährlich werden.
Sehverschlechterung
Rund 300.000 neue Erblindungsfälle kommen in Deutschland im Jahr vor. Erblindung heisst in der gesetzlichen Defintion, eine deutliche Behinderung im Alltag durch starke Seheinschränkungen. In fast 90 Prozent der Fälle ist Makuladegeneration bei Menschen ab dem 50-ten Lebensjahr dafür verantwortlich. Von der degenerativen Erkrankung der Netzhaut, ist das so genannte zentrale sehen, zum Beispiel die Mitte eines Gesichts, betroffen. Mit zunehmendem Alter wird die räumliche Orientierung schwieriger. Für viele Menschen ist das Autofahren, als ein zentrales Mobilitätselement, durch die Makuladegeneration nicht mehr möglich.