Es gibt unterschiedliche ursächliche Faktoren und Krankheitsbilder, die zu unterschiedlich starkem Mundgeruch führen. Mangelnde Zahn-Hygiene, vor allem nach der Nahrungsaufnahme, begünstigen Bakterien, die Speisereste zersetzen und Gase freisetzen. Zahn und Zahnfleischentzündungen oder Zahnlöcher begünstigen den Mundgeruch. Andere organische Erkrankungen können ebenfalls den Mundgeruch begünstigen, dazu zählen: Erkrankungen der Atemwege, der Speiseröhre, des Rachens oder zum Beispiel Leber- und Nierenerkrankungen.
Hefepilzinfektion
Candidose oder Hefepilzerkrankung ist eine Pilzerkrankung. Die Pilzart Candida albicans ist normalerweise im menschlichen Körper in den Schleimhäuten angesiedelt. Bei der krankhaften Vermehrung des Pilzes werden Haut, Schleimhäute und Organe befallen.
Karies
Karies ist eine der häufigsten menschlichen Erkrankungen weltweit. Vor allem auf Grund der verbesserten medizinischen Versorgung und der aufgeklärten Mundhygienemaßnahmen gingen die Erkrankungen in den letzten Jahren im europäischen Raum zurück. Karies ist eine bakterielle Erkrankung der Zahnoberflächen durch bestimmte schädliche Zahnbeläge (Plaque). Karies entsteht auf Grund unterschiedlich zusammenwirkender Faktoren, die einen Zerstörungsprozess einleiten, was in der Entkalkung und Demineralisierung der Zahnschmelzoberflächen endet. In der heutigen Zeit sind es vor allem ungesunde Ernährungsgewohnheiten, wie zu viele Süßigkeiten und hektische Lebensgewohnheiten, die Karies begünstigen.
Parodontitis
Parodontitis ist eine Volkskrankheit, die Karies als Zahnerkrankung Nummer Eins abgelöst hat. Parodontitis beschreibt bakterielle Entzündungen, die degenerativ verlaufen und zur Zerstörung des Zahnhalteapparates führen. Man unterscheidet zwischen Parodontitis und Parodontose. Unter Parodontose versteht man alle Erkrankungen, die mit nicht-entzündlichem Zahnbettschwund verbunden sind. Bei den bakteriellen Entzündungen, der Paradontitis, wird wiederum unterschieden zwischen der apikalen und der marginalen Parodontitis, d.h. von der Wurzelspitze ausgehende Entzündungen und Entzündungen, die vom Zahnfleischsaum ausgehen. Die Einteilung der Paradontitis kann in lokale, generelle, chronische und aggressive Formen weiter unterteilt werden sowie in leichte bis schwere Stadienbeschreibungen. Meist ist mangelnde Mundhygiene verantwortlich für die Parodontitis, die im Endstadium mit massivem Knochenabbau verbunden ist und zum Verlust der Zähne führt. Der Zusammenhang von Zahnerkrankungen und anderen damit ausgelösten organischen Erkrankungen, wie zum Beispiel Herzkreislauferkrankungen oder rheumatischen Beschwerden, ist medizinisch belegt.
Zahnwurzelentzündungen
Zahnwurzelentzündungen, die oft mit sehr starken Zahnschmerzen einhergehen, sind mit Zahnfäulnis (Karies) verbunden. Ebenso, wie andere Zahnerkrankungen können Entzündungen mit Schmerzen auch auf den Kiefer und die Mundhöhle ausstrahlen sowie andere organische Erkrankungen, wie Herzkreislauf oder rheumatische Erkrankungen auslösen.