Hautbläschen

Blasen

Blasen oder Hautbläschen können verschiedene Ursachen haben. Infektionen mit Bakterien oder Viren können ebenso ursächlich sein wie Sonnenbrand, Allergien, Insektenstiche oder mechanische Reizungen. Meist sind die Bläschen direkt unter der Hornhaut, können aber auch tiefere Hautschichten betreffen. Die Bildung von Hautbläschen ist meist mit leichten bis mittleren Schmerzen in den betroffenen lokalen Bereichen verbunden. Je nach Art der Erkrankung können Juckreize, Kontaktempfindlichkeiten oder Vereiterungen auftreten.

Allergie

Allergie ist eine Abwehrreaktion des Immunsystems auf bestimmte Fremdstoffe, die in der Umwelt vorkommen. Der Begriff Allergie kommt aus dem griechischen und heißt übersetzt "Fremdreaktion". Der Begriff "Allergie" wurde im Jahr 1906 vom Wiener Kinderarzt Freiherr Clemens von Pirquet ins Leben gerufen. Der Ärzteverband Deutscher Allergologen (ÄDA) schätzt, dass die Industriekrankheit Allergie inzwischen jeden dritten Menschen befallen hat. Die Überreaktion auf solche vom Körper abgewehrte Stoffe nennt der Fachmann "überschießend".

Arzneimittelallergie

Unter Arzneimittelexanthemen versteht man den Sammelbegriff für entzündliche Hautveränderungen, die auf Grund einer Arzneimittelallergie entstehen, und sich in größeren Bereichen der Haut zeigen. In einigen Fällen kann die Medikamentenallergie lebensbedrohliche Komplikationen mit sich bringen. Die entzündlichen Hautveränderungen können schon bei einer normalen Dosis auftreten. Akute entzündlich Hautausschläge (Exantheme), auf Grund der Einnahme von Medikamenten, ist die häufigste arzneimittelbedingte Reaktion des Organs.

Dreitagefieber

Dreitagefieber ist eine Infektionskrankheit, die fast alle Kinder bis zum zweiten Lebensjahr durchgemacht haben und die durch das typische dreitägige Fieber und den einhergehenden Hautausschlag gekennzeichnet ist. Die Infektion ist meist harmlos und manchmal für das Kind unangenehm. Impfungen gegen das Dreitagefieber gibt es nicht.

Fußpilz

Nach Schätzungen leiden bis zu zehn Millionen Deutsche an Fußpilz, der nur selten zur Behandlung kommt. Bei der so genannten Dermatophyten-Infektionen handelt es sich um Infektionen mit Hautpilzen am Fuß, meist zwischen den Zehen und den Fußsohlen. Feuchte Umgebungen, wie Bäder oder Orte an den denen viel barfuß gelaufen wird, sind „optimale“ Pilzbefallstätten. Meistens ist die Art Trichophyton rubrum der Pilzerreger.

Grindflechte

Grindflechte (Impetigo contagiosa) ist die häufigste bakterielle Hauterkrankung, die fast nur bei Kindern auftaucht. Die Krankheit unterliegt dem Infektionsschutzgesetz und ist somit meldepflichtig. Es gibt zwei Formen der Impetigo contagiosa, die der kleinblasigen und großblasigen Erscheinung. Für die erste Form ist der Erreger aus der Bakterienfamilie der Streptokokken verantwortlich, der Erreger Staphylococcus verursacht die großblasige Form.

Gürtelrose

Gürtelrose (Herpes zoster) ist eine Viruserkrankung, die durch das Varizella-Zoster-Virus ausgelöst wird. Meist wird das Virus schon in der Kindheit übertragen und löst dann die bekannten Windpocken aus. Die Reaktivierung findet dann im späteren Alter als Gürtelrose statt.

Hand-Fuß-Mund-Krankheit

Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit ist eine meist harmlose Virusinfektionskrankheit, die von Enteroviren ausgelöst wird. Es zeigen sich die typischen Symptome, wie Hautausschläge an den Hand-Fuß-Mund-Regionen, oft verbunden mit Fieber. Vor allem Kinder unter zehn Jahren sind von der Infektionskrankheit betroffen, die vereinzelt in größeren Epidemien in öffentlichen Gemeinschaftseinrichtungen auftauchen kann.

Hefepilzinfektion

Candidose oder Hefepilzerkrankung ist eine Pilzerkrankung. Die Pilzart Candida albicans ist normalerweise im menschlichen Körper in den Schleimhäuten angesiedelt. Bei der krankhaften Vermehrung des Pilzes werden Haut, Schleimhäute und Organe befallen.

Herpes genitalis

Herpes genitalis ist eine Virus-Erkrankung, die durch Herpes-Simplex-Viren (HSV) der Typen 1 und 2 ausgelöst wird. Typ 2 ist vor allem verantwortlich für Infektionen der Haut und der Schleimhäute. Typ 1 verursacht meist die Lippenbläschen. Rund ein Viertel der genitalen Infektionen sind auf HSV-Typ 1 zurückzuführen.

Heuschnupfen

Wie bei vielen anderen Allergien löst Heuschnupfen die gleichen entzündlichen Vorgänge im Körper aus. Schleimhautentzündungen im Nasen-Rachenraum können sich auf die Bronchien ausweiten. (s. Asthma bronchiale) Besonders bestimmte Pollenarten, Hausstaub und Tierhaare können eine Allergie auslösen. In den vergangenen Jahren sind es vermehrt Lebensmittel und Umweltfaktoren, wie Autoabgase, die Allergien fördern.

Insektenstiche

Vor allem Bienenstiche in den Sommermonaten können, insbesondere bei mehreren Bienenstichen, akute allergische Reaktionen auslösen. In Deutschland sind es vor allem Bienen- und Wespenstiche, die unter den Sammelbegriff Insektenstiche fallen, aber auch Stiche von Bremsen, Mücken oder Ameisen können sehr unangenehm sein.

Kawasaki-Syndrom

Unter Kawasaki-Syndrom versteht man entzündliche arterielle Gefäßentzündungen. Die seltenen akuten Entzündungen können sich in allen Organen zeigen und treten vor allem bei Kindern unter sechs Jahren auf, gehäuft bei Jungen unter zwei Jahren. Die Krankheit, die nach dem japanischen Arzt Tomisaku Kawasaki benannt ist, tritt vor allem in Japan auf und wird seit Ende des letzten Jahrhunderts besonders in Amerika und Europa beobachtet.

Nesselsucht

Nesselsucht umschreibt eine Hautkrankheit, die durch unterschiedliche Faktoren ausgelöst werden kann. Allergische Reaktionen gegen bestimmte Substanzen, psychische und physische Faktoren können die akuten Hautausschläge, die mit Nesselausschlägen und den typischen juckenden Quaddeln einhergehen, auslösen. Nesselsucht kann auch in bestimmten Fällen ein chronisches Krankheitsbild sein, ohne dass die Ursachen oft klar definiert sind.

Ringelröteln

Die durch bestimmte Viren ausgelöste Krankheit kommt relativ selten vor und betrifft vor allem Klein- und Schulkinder. Wie bei anderen Viruserkrankungen, die im Kindesalter auftreten, besteht, bei erfolgreicher Therapie, im späteren Lebensalter eine Immunität gegen die Viren. Auf Grund dessen, dass der Virus nur selten auftritt, besteht eine eingeschränkte Immunität bei Erwachsenen. Typisch für Ringelröteln sind die Hautausschläge.

SARS

SARS bedeutet “Severe Acute Respiratory Syndrome” und stellt eine Virusinfektion dar, die 2003 ins öffentliche Licht trat. Die Erkrankung soll ihren Ursprung in China bzw. Hongkong haben. Auch in anderen asiatischen Ländern und Kanada wurden solche Fälle bekannt. Eine Ende 2002 in Gauangdong grassierende Epidemie mit atypischen Lungenentzündungen wurde als erste typische SARS-Epidemie von der Weltgesundheitsorganisation Monate später als Ausbruchsherd der Krankheit erachtet. Die Region ist auf Grund der teilweisen mangelnden hygienischen Verhältnisse und der Bevölkerungsdichte als Keimzelle für Infektionskrankheiten bekannt.

Scharlach

Scharlach ist eine durch Bakterien, so genannte Streptokokken, ausgelöste Infektionskrankheit, die vor allem im Kindesalter auftritt. Über Mund und Rachen kann die Krankheit durch Tröpfchen- und Hautkontakt oder auch offene Wunden übertragen werden. Charakteristisch für die Krankheit sind hohes Fieber, Schüttelfrost, Übelkeit, Rachenentzündungen und ein juckender Hautausschlag.

Sonnenbrand

Unter Sonnenbrand versteht man medizinisch eine akute Lichtdermatose, die ursächlich auf eine erworbene Überdosis von UV-Licht zurückzuführen ist. Die starke Sonneneinstrahlung auf die ungeschützten Hautregionen führt zu einer unmittelbaren Schädigung der Hautzellen. Man spricht von so genannten Sonnenplateaus, d.h. Regionen wie Nase, Schultern oder auch Füße, die besonders sonnenbrandgefährdet sind.

Windpocken

Windpocken ist eine Virusinfektion, die ansteckend und weltweit verbreitet ist. Vor allem für Neugeborene kann die Infektionskrankheit gefährlich sein. Kennzeichen für die Windpockenerkrankung sind rote Flecken am ganzen Körper, die sich zu Bläschen oder Knötchen entwickeln. Windpocken-Impfungen gehören heute zum medizinischen Impfstandard. Windpocken gehören nach dem deutschen Infektionsschutzgesetz (IfSG) zu den meldepflichtigen Erkrankungen.

XP-Xeroderma pigmentosum

Xeroderma pigmentosum oder abgekürzt XP ist eine sehr seltene genetisch bedingte Hautkrankheit, die auf einer starken Überempfindlichkeit gegen ultraviolette Strahlung beruht. Die UV-Strahlung schädigt die Erbsubstanz (DNA) der Hautzellen. Es entstehen zumeist bösartige Hauttumore an den Stellen, die dem Sonnenlicht ausgesetzt sind. Die Betroffenen leiden nicht nur unter den teilweisen Entstellungen durch die Tumore, sondern auch unter den permanenten aber notwendigen medizinischen Versorgungen, die ihren Lebensalltag maßgebend regulieren und bestimmen.