Hautausschläge können in vielfältiger Weise auftreten und sind oft symptomatisch für organische Erkrankungen. Viele Infektionserkrankungen mit Bakterien und Viren zeigen den Ausbruch von Grunderkrankungen auf der Haut an. Besonders Allergien sind den letzten Jahren verantwortlich für viele Arten von Ausschlägen, die entzündlich, eitrig und juckend sein können und bei schweren Infektionskrankheiten oft einhergehen mit Übelkeit, Kopfschmerzen und Fieber.
Akne
Akne (Akne vulgaris) ist eine Krankheit, die in der Pubertät auftritt und die häufigste Hauterkrankung unserer Zeit ist. Jungen sind davon mehr betroffen als Mädchen. Meist handelt es sich um Entzündungen der Talgdrüsen, in seltenen Fällen sind die Schweißdrüsen davon betroffen (Acne inversa). Insbesondere die männlichen Geschlechtshormone (Androgene) sind für die Krankheit verantwortlich.
Aktinische Keratose
Unter der solaren Keratose oder aktinischen Keratose versteht man krankhafte Hautzellenveränderungen auf Grund von starker Sonnenbestrahlung. Vor allem hellhäutige Menschen, die sich über Jahre und Jahrzehnte starker UV-Strahlung ausgesetzt haben, sind davon betroffen. Vor allem Männer über 50 Jahre sind statistisch gesehen in der Mehrzahl. Die Verhornungsstörungen der Haut können Vorstufen zu bösartigen Krebstumoren sein.
Akutes Nierenversagen
Akutes Nierenversagen (Akute Niereninsuffizienz) tritt ein, wenn die Niere in ihrer Funktion beschädigt ist und giftige Harninhaltsstoffe nicht mehr ausscheiden kann. Ein solches akutes Nierenversagen kommt oft nach Unfällen, Operationen oder auch nach Verbrennungen auf und stellt einen medizinischen Notfall dar. Das Nierenversagen kann sich über Stunden oder Tage entwickeln. Die Nierenfunktion ist in der Regel rückbildungsfähig (reversibel).
Alkoholkrankheit
Alkohol ist neben dem Rauchen die größte Sucht. Man schätzt, dass über 40.000 Menschen in Verbindung mit langfristigem Alkoholgenuss jährlich sterben. Die Grenze zwischen einem „normalen“ Alkoholkonsum und Alkoholismus ist dabei fließend und kann anhand bestimmter definierter Kriterien bestimmt werden. Übermäßiger Alkoholkonsum kann zahlreiche Erkrankungen begünstigen und bringt in vielfältiger Weise berufliche und private Probleme mit sich. Auch im Straßenverkehr spielt Alkohol in Bezug auf die Unfallstatistik eine gravierende negative Rolle. Gerade Jugendliche „entdecken“ Alkohol als eine „normale“ Droge, die sie aus den Alltagsfrustrationen holt.
Allergie
Allergie ist eine Abwehrreaktion des Immunsystems auf bestimmte Fremdstoffe, die in der Umwelt vorkommen. Der Begriff Allergie kommt aus dem griechischen und heißt übersetzt "Fremdreaktion". Der Begriff "Allergie" wurde im Jahr 1906 vom Wiener Kinderarzt Freiherr Clemens von Pirquet ins Leben gerufen. Der Ärzteverband Deutscher Allergologen (ÄDA) schätzt, dass die Industriekrankheit Allergie inzwischen jeden dritten Menschen befallen hat. Die Überreaktion auf solche vom Körper abgewehrte Stoffe nennt der Fachmann "überschießend".
Angst und Panik
Schätzungsweise leiden in Deutschland etwa zehn Prozent der Menschen an behandlungswürdigen Angstzuständen. Angst ist eigentlich etwas normales, da sie schon seit Urzeiten den Menschen vor vermeintlichen Gefahren bewahrt hat. Man spricht von Angst- und/oder Panikerkrankungen, wenn keine rationalen Gründe vorliegen oder Panikattacken ohne besonderen Grund auftreten. Angst kann als ein Stresszustand gesehen werden, der weitreichende körperliche und seelische Erkrankungen nach sich zieht. Werden die krankhaften Ängste nicht behandelt, kann es zu zahlreichen Phobien kommen. Die bekanntesten Phobien sind die Agoraphobie (Platzangst) und die Klaustrophobie (geschlossene Räume). Chronische Angsterkrankungen wie Todesangst, Prüfungsangst oder auch Sexualängste können zu sozialen Problemen führen, die oft einhergehen mit Alkohol- und Drogenmissbrauch.
Arthrose
Arthrose ist eine degenerative Gelenkerkrankung, die Gelenkschäden und Fehlbelastungen zur Folge hat. Die chronischen und schmerzhaften Veränderungen des Gelenks können durch Verletzungen oder genetische Gelenkdefekte ausgelöst werden. In Deutschland werden inzwischen über 150.000 Hüftgelenke und ca. 85.000 Knieimplantate eingesetzt.
Arzneimittelallergie
Unter Arzneimittelexanthemen versteht man den Sammelbegriff für entzündliche Hautveränderungen, die auf Grund einer Arzneimittelallergie entstehen, und sich in größeren Bereichen der Haut zeigen. In einigen Fällen kann die Medikamentenallergie lebensbedrohliche Komplikationen mit sich bringen. Die entzündlichen Hautveränderungen können schon bei einer normalen Dosis auftreten. Akute entzündlich Hautausschläge (Exantheme), auf Grund der Einnahme von Medikamenten, ist die häufigste arzneimittelbedingte Reaktion des Organs.
Asthma
Asthma bronchiale, auch vereinfacht Asthma genannt, ist eine chronische und entzündliche Erkrankung der Luftröhrenäste (Bronchien). In den Atemwegen reagieren die Schleimhäute krankhaft auf verschiedene Reize und es kommt zu Atemnot und Hustenanfällen. Die bronchiale Hyperreaktivität führt zu einer Überempfindlichkeit der Atemwege und zu Entzündungen. Asthma bronchiale betrifft alle Altersklassen, vor allem aber Kinder unter zehn Jahren.
Basalzell-Hautkrebs
Der Basalzell-Hautkrebs ist der häufigste Hauttumor, der im zentralen Europa auftaucht. Kennzeichnend für den Hauttumor ist die mangelnde Fähigkeit sich über Metastasen im Körper auszubreiten. Der Basalzell-Krebs wird auch umgangssprachlich „heller Krebs“ genannt, im Gegensatz zum „schwarzen Krebs“, der auch seltener vorkommt. Ursächlich sind genetische Dispositionen und Sonnenstrahlenschädigungen.
Borreliose
Borreliose oder auch Lyme-Krankheit genannt, ist eine meist durch Zecken übertragene Infektionskrankheit. Borrelien sind Einzeller, die sich bakterienartig bei infizierten Zecken finden. Man schätzt, dass über 200.000 Neuinfektionen mit Lyme-Borreliose jährlich in Deutschland stattfinden. Die Bezeichnung Lyme ist nach einem Ort in den U.S.A. benannt, bei dem die Zeckenstiche bzw. die Symptome gehäuft auftraten. In rund 20 Prozent der Fälle kann die Infektionskrankheit Borreliose zu Krankheiten führen.
Chronisches Nierenversagen
Bei der chronischen Niereninsuffizienz handelt es sich um eine fortschreitende Erkrankung der Nieren, die von Funktionsverlusten bis zum kompletten Ausfall des Organs geprägt sind. Bei einer Einschränkung der Nierenfunktion kann das Organ die giftigen Stoffwechselprodukte nicht mehr ausscheiden. Sammeln sich diese im Blut, so kommt es zum Nierenversagen auf Grund einer Harnvergiftung. Gleichzeitig kommt es zu einer starken Ansammlung von Wasser in der Niere, da diese die aufgenommene Flüssigkeit nicht mehr ausscheiden kann.
Dreitagefieber
Dreitagefieber ist eine Infektionskrankheit, die fast alle Kinder bis zum zweiten Lebensjahr durchgemacht haben und die durch das typische dreitägige Fieber und den einhergehenden Hautausschlag gekennzeichnet ist. Die Infektion ist meist harmlos und manchmal für das Kind unangenehm. Impfungen gegen das Dreitagefieber gibt es nicht.
Filzläuse
Filzläuse befallen vor allem die Schamhaare und werden überwiegend beim Geschlechtsverkehr übertragen. Außer der Filzlaus, gibt es auch die Kopflaus, die häufig in Kindergärten und Schulen auftritt und die Kleiderlaus. Filzläuse können aber auch durch die Kleidung, Bett- und Waschzimmertextilien übertragen werden. Verbunden ist die Filzlaus-Erkrankung häufig mit starkem Juckreiz und Ekzemen.
Flussblindheit
Vor allem in tropischen Regionen Afrikas und Lateinamerikas werden schädliche Fadenwürmer von der Kriebelmücke auf den Menschen übertragen. Die Wurmlarven entwickeln sich im menschlichen Körper und nisten sich vor allem in der Unterhaut ein. Gerade in der Nähe von tropischen Flüssen und Gewässern treten die Kriebelmücken auf.
Fußpilz
Nach Schätzungen leiden bis zu zehn Millionen Deutsche an Fußpilz, der nur selten zur Behandlung kommt. Bei der so genannten Dermatophyten-Infektionen handelt es sich um Infektionen mit Hautpilzen am Fuß, meist zwischen den Zehen und den Fußsohlen. Feuchte Umgebungen, wie Bäder oder Orte an den denen viel barfuß gelaufen wird, sind „optimale“ Pilzbefallstätten. Meistens ist die Art Trichophyton rubrum der Pilzerreger.
Gelbfieber
Gelbfieber ist eine Virusinfektion, die durch den Gelbfieber-Virus ausgelöst wird und vor allem in Afrika, Lateinamerika und Asien häufig vorkommt. Die Krankheit geht einher mit den typischen inneren und äußeren Blutungen und oft mit akuten Leberschädigungen (Gelbsucht). Nach dem deutschen Infektionsschutzgesetz besteht eine amtliche Meldepflicht bei Verdacht oder Erkrankung mit dem Gelbfieber-Virus.
Gelbsucht
Ikterus oder Gelbsucht ist ein Symptom, dass auf unterschiedliche Erkrankungen zurückzuführen ist. Typisch für die Gelbsucht ist die gelbliche Färbung der Haut, der Augen und der Schleimhäute. Der gelbliche Farbstoff Bilirubin entsteht u.a. beim Zerfall der roten Blutkörperchen. Meist ist eine Schädigung der Leber für die Krankheit verantwortlich.
Grindflechte
Grindflechte (Impetigo contagiosa) ist die häufigste bakterielle Hauterkrankung, die fast nur bei Kindern auftaucht. Die Krankheit unterliegt dem Infektionsschutzgesetz und ist somit meldepflichtig. Es gibt zwei Formen der Impetigo contagiosa, die der kleinblasigen und großblasigen Erscheinung. Für die erste Form ist der Erreger aus der Bakterienfamilie der Streptokokken verantwortlich, der Erreger Staphylococcus verursacht die großblasige Form.
Gürtelrose
Gürtelrose (Herpes zoster) ist eine Viruserkrankung, die durch das Varizella-Zoster-Virus ausgelöst wird. Meist wird das Virus schon in der Kindheit übertragen und löst dann die bekannten Windpocken aus. Die Reaktivierung findet dann im späteren Alter als Gürtelrose statt.