Gangstörungen

Motorikstörungen

Gangstörungen sind häufig ein neurologisches Problem und können bei vielen verschiedenen Krankheitsbildern auftreten. Sie können nach Schlaganfällen, Vergiftungen, Vitaminmangel und bei Erkrankungen im Zusammenhang mit dem Gehirn auftreten. Gangstörung ist der Oberbegriff für verschiedene Störungen des Gleichgewichts. Eine solche Störung kann auch auftreten, wenn keine Lähmung vorliegt, also bei normaler Funktion der Muskeln. Jede Erkrankung, bei der das Organsystem oder das Nervensystem geschädigt wird, kann diese Gangstörungen, auch Ataxie genannt, hervorrufen.

Achillessehnenriss

Das Fersenbein wird über die Achillessehne mit der Wadenmuskulatur verbunden. Bei Überspannungen oder z. B. beim typischen Tritt in die Sehne kommt es zum Riss. Meist kommt es bei Achillessehnenverletzungen nur zu geringen degenerativen Veränderungen, die viele Betroffene nur gering wahrnehmen.

Alkoholkrankheit

Alkohol ist neben dem Rauchen die größte Sucht. Man schätzt, dass über 40.000 Menschen in Verbindung mit langfristigem Alkoholgenuss jährlich sterben. Die Grenze zwischen einem „normalen“ Alkoholkonsum und Alkoholismus ist dabei fließend und kann anhand bestimmter definierter Kriterien bestimmt werden. Übermäßiger Alkoholkonsum kann zahlreiche Erkrankungen begünstigen und bringt in vielfältiger Weise berufliche und private Probleme mit sich. Auch im Straßenverkehr spielt Alkohol in Bezug auf die Unfallstatistik eine gravierende negative Rolle. Gerade Jugendliche „entdecken“ Alkohol als eine „normale“ Droge, die sie aus den Alltagsfrustrationen holt.

Chondropathia patellae

Chondropathia patellae ist eine Knorpelerkrankung der Kniescheibe, die häufig in der Wachstumsphase der Pubertät auftritt. Ursächlich kann die Erkrankung auf Kniescheibenknorpelschäden oder Funktionsstörungen der Oberschenkelmuskulatur sowie des Bandapparates zurückzuführen sein. Kniescheibenbeschwerden in der Wachstumsphase bilden sich in der Regel innerhalb ein paar Wochen zurück.

Durchblutungsstörungen

Durchblutungsstörungen sind eine der Volkskrankheiten der modernen Welt. Durchblutungsstörungen können in zahlreichen Stellen des menschlichen Körpers vorkommen. Akute oder chronische Gefäßerkrankungen können zu den Durchblutungsstörungen führen (Arteriosklerose). In schlimmen Fällen kommt es durch die Durchblutungsstörungen zum Zellsterben oder zu Funktionsstörungen und Schmerzen. Meist führen Faktoren wie: Rauchen, Übergewicht, Bluthochdruck, anomale Blutfettwerte oder auch Diabetes zu Durchblutungsstörungen.

Ermüdungsbrüche

Ermüdungsbrüche treten vor allem bei regelmäßiger Belastung auf. Gerade bei Leistungssportlern, Soldaten und Arbeitern, die schwere körperliche Tätigkeiten verrichten, treten die Verletzungen auf. Ermüdungsbrüche werden als Stressfrakturen definiert. Von den Ermüdungsbrüchen bei Sportlern und Soldaten ist vor allem der Mittelfuß betroffen, seltener kommt es zu Brüchen des Schien- und Wadenbeins sowie des Oberschenkelknochens.

Fersensporn

Fersensporne treten als Knochenauswüchse am Fersenbein auf und sind meist auf eine mechanische Reizung der Ferse zurückzuführen. Sie treten vorwiegend im Bereich auf, wo das Fersenbein und Längssohlenband (Plantaraponeurose) angewachsen ist. Es kann sich beim Fersensporn um eine knöchrige Ausbildung handeln oder eine chronische Schleimbeutelentzündung des Fersenbeins. Von Fersenspornen sind Frauen häufiger betroffen als Männer. Gerade bei älteren Menschen finden sich Fersensporne.

Hackenfuß

Der Hackenfuß ist einer der häufigsten Fußfehlstellungen. Typisch für den Hackenfuß ist, dass der Fuß nach oben gezogen ist, d.h. die Ferse nach unten und die Fußspitze nach oben zeigt. Durch die Überbelastung der Ferse kann es zu schmerzhaften Deformationen kommen.

Hallux valgus

Hallux valgus wird umgangssprachlich Ballenfuß, Frostballen oder Beulenfuß genannt. Es handelt sich um die häufigste Fehlstellung der Zehen bei Menschen. Dabei ist das Grundgelenk der Großzehe nach außen gewölbt, verbunden mit einer Innenrotation der Großzehe. Schmerzhafte Arthrosen können in vielen Fällen die Folge sein. Von der Zehenfehlstellung sind in neun von zehn Fällen Frauen betroffen.

Knochenschwund

Schätzungen gehen davon aus, dass bis zu sieben Millionen Bundesbürger an der Stoffwechselerkrankung der Knochen, bei der es zum Abbau der Knochenmasse kommt, leiden. In einem Drittel aller Fälle sind Frauen ab dem 60-ten Lebensjahr betroffen. Durch die Osteoporose können vor allem Oberschenkelhalsbrüche gefördert werden, die bei älteren Menschen auf Grund der Komplikationen gefürchtet sind.

Krampfadern

Krampfadern, auch Varizen genannt, sind geschlängelte und erweiterte Venen. Krampfadern gehören in Deutschland zu der meist verbreiteten Krankheit. Durch die Verbreiterung der Venen und Funktionsstörungen der Venenklappen ist der Rückfluss des Blutes zum Herzen gestört. Frauen sind von der Krankheit stärker betroffen als Männer. Bei etwa zehn Prozent der Patienten ist eine medizinische Behandlung notwendig.

Läuferknie

Kniebeschwerden betreffen jeden vierten Jogger und treten meist bei Überbelastungen des Knies an der Außenseite oder der Kniescheibe auf. Chronische Knorpelschäden können die Folge sein. Betroffen vom Läuferknie sind aber nicht nur Läufer auf langen Strecken und Radfahrer, sondern auch Menschen, die an Fehlstellungen der Beine leiden (X-Beine).

Meniskusriss

Bei der Meniskusruptur oder Meniskusläsion wird eine der beiden Knorpelscheiben (Menisken) des Knies beschädigt. Dabei treten Innenmeniskusschäden meistens häufiger auf. Man unterscheidet in Längs- (Korbhenkel), Quer-, Lappen- und oberflächliche Risse. Gerade bei Korbhenkelrissen, bei dem der Riss den Meniskus längs spaltet, ist die Diagnose schwierig.

Morbus Scheuermann

Morbus Scheuermann ist eine der häufigsten Wirbelsäulenerkrankungen, die meist bei männlichen Jugendlichen auftritt. Es handelt sich dabei um eine wachstumsbedingte Erkrankung mit Wachstumsstörungen an den Wirbelkörpern und im Bandscheibenraum, die mit einer Rundrückenbildung im Brustwirbelbereich einhergeht. Ursächlich können erbliche Faktoren sein oder mechanische Beanspruchung, Fehlbelastungen sowie Stoffwechselstörungen.

Multiple Sklerose

Multiple Sklerose, auch MS genannt, ist eine chronisch-entzündliche und degenerativ wirkende Erkrankung des zentralen Nervensystems. Bei MS werden die Markscheiden der Nervenfasern beschädigt und zerstört. Die Beschädigung der Markscheiden um die Nervenfasern, die die Befehle an das Gehirn und andere Körperregionen leiten, bewirkt, dass eine verminderte Leitfähigkeit zu Symptomen wie: Lähmung, schnelle Ermüdung, Spastiken oder Sehstörungen führt. Das geschädigte Nervengewebe ist bei fortschreitender Krankheit nicht mehr in der Lage, die Markscheiden zu erneuern, es entstehen Narben (multiplen sklerosen).

Muskelkrämpfe

Muskelkrämpfe treten nach intensiven Belastungen auf und äußern sich in krampfartigen und schmerzhaften Dauerkontraktionen des überlasteten Muskels. Wird die Belastung nicht reduziert, kommt es zu sehr heftigen lokalen Schmerzen, verbunden mit Muskelzuckungen. Von belastungsassoziierenden Muskelkrämpfen spricht man, wenn die Krämpfe auf eine Sportübung beschränkt sind.

Parkinson-Krankheit

Die Parkinson-Krankheit ist eine Krankheit des zentralen Nervensystems, die mit dem Verlust spezifischer, dopaminproduzierender Gehirnzellen einhergeht. Ist die Dopamin-Produktion gestört, so kommt es zu den typischen Parkinson-Symptomen, wie Muskelzittern (Tremor), Bewegungsverlangsamung (Akinese) oder Muskelsteifigkeit (Rigor). Die Parkinson-Krankheit betrifft vor allem ältere Menschen ab dem 55-ten Lebensjahr und ist eine häufig auftretende neurologische Erkrankung.

Plattfuß

Der reine Plattfuß ist selten und ist eine klassische Fehlstellung des Fußes, bei der es kontinuierlich zu einem Flacherwerden des Längsgewölbes kommt. Der Fuß wird im Laufe der Zeit komplett platt gedrückt. Meistens geht der Plattfuß mit anderen Deformationen einher. Es wird in drei Graden unterschieden, je nach Schwere der Fehlstellung.

Sehnenscheidenentzündung

Sehnenscheidenentzündungen treten vor allem am Handgelenkbereich auf und werden in infektiöse und nichtinfektiöse Ursachen unterteilt. Die Sehnen werden umgeben von der Sehnenhaut. Entzündet sich diese auf Grund von mechanischen und andauernden Belastungen sowie entzündlicher Gelenkserkrankungen, so führt dies zu den typischen Symptomen, wie ziehenden Schmerzen entlang der Sehne.

Thrombose

Unter dem Krankheitsbild Thrombose versteht man den Verschluss von Blutgefäßen durch Blutgerinnsel (Thrombus). Gerade in den Beinvenen tauchen oft Thrombosen auf. Männer erleiden öfter Thrombosen als Frauen. Löst sich das Blutgerinnsel aus den Beinen und wandert, so können Schädigungen des Herzens und anderer Organe vorkommen. Im schlimmsten Fall kann es zu einem Herzinfarkt kommen.