Innerhalb der Zuweisungen von medizinischen Fachgebieten nimmt die Zahnmedizin eine gesonderte Stellung ein. Die Zahnmedizin umfasst alle präventiven, diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen, die mit Erkrankungen der Zähne und des Mund-Kieferraumes in Verbindung stehen. Innerhalb der Zahnmedizin gibt es unterschiedliche Arbeitsgebiete der Zahnärzte und Mediziner, so praktizieren zum Beispiel Zahnärzte, Kieferorthopäden und Kiefer- und Mundchirugen. Krankhafte Veränderungen bei Zähnen und im Mund-Kieferraum können nicht nur Auswirkungen auf den Kauapparat haben, sondern auch auf für andere Erkrankungen des menschlichen Organismus ursächlich sein. Der Zahnmedizin kommt deshalb beim Erhalt der Gesundheit eine wichtige Rolle zu. In jüngster Zeit weisen die medizinischen Statistiken eine Zunahme der Erkrankungen des Mund- und Rachenraums, degenerativen Erkrankungen des Kiefers und chronischen Entzündungen des Zahnfleisches aus. In dieser Rubrik finden Sie zahnmedizinische Erkrankungen oder symptomatische Beschwerdebilder, wie Karies oder Parodontitis.
Darmverschluss
Beim Darmverschluss oder der Darmlähmung kommt es zur kompletten Blockierung einer Darmpassage. Blockierungen können durch Verdrehen des Darms, Strangulationen, angeborene Missbildungen des Darms oder auch Darmbewegungslähmungen auf Grund von Infektionen auftreten. Leistenbrüche, gerade bei Kindern, auf Grund natürlicher Entwicklungsdefizite, können in schweren Fällen lebensbedrohlich werden.
Gingivitis
Gingivitis oder Zahnfleischentzündungen kommen vor allem immer mehr bei jungen Erwachsenen vor. Rund 80 Prozent der Deutschen leiden an den entzündlichen Zahnfleischentzündungen. Gingivitis wird durch schädliche Bakterien verursacht, die sich durch Plaque an den Zahnoberflächen oder an den Zahnfleischrändern ansiedeln.
Karies
Karies ist eine der häufigsten menschlichen Erkrankungen weltweit. Vor allem auf Grund der verbesserten medizinischen Versorgung und der aufgeklärten Mundhygienemaßnahmen gingen die Erkrankungen in den letzten Jahren im europäischen Raum zurück. Karies ist eine bakterielle Erkrankung der Zahnoberflächen durch bestimmte schädliche Zahnbeläge (Plaque). Karies entsteht auf Grund unterschiedlich zusammenwirkender Faktoren, die einen Zerstörungsprozess einleiten, was in der Entkalkung und Demineralisierung der Zahnschmelzoberflächen endet. In der heutigen Zeit sind es vor allem ungesunde Ernährungsgewohnheiten, wie zu viele Süßigkeiten und hektische Lebensgewohnheiten, die Karies begünstigen.
Parodontitis
Parodontitis ist eine Volkskrankheit, die Karies als Zahnerkrankung Nummer Eins abgelöst hat. Parodontitis beschreibt bakterielle Entzündungen, die degenerativ verlaufen und zur Zerstörung des Zahnhalteapparates führen. Man unterscheidet zwischen Parodontitis und Parodontose. Unter Parodontose versteht man alle Erkrankungen, die mit nicht-entzündlichem Zahnbettschwund verbunden sind. Bei den bakteriellen Entzündungen, der Paradontitis, wird wiederum unterschieden zwischen der apikalen und der marginalen Parodontitis, d.h. von der Wurzelspitze ausgehende Entzündungen und Entzündungen, die vom Zahnfleischsaum ausgehen. Die Einteilung der Paradontitis kann in lokale, generelle, chronische und aggressive Formen weiter unterteilt werden sowie in leichte bis schwere Stadienbeschreibungen. Meist ist mangelnde Mundhygiene verantwortlich für die Parodontitis, die im Endstadium mit massivem Knochenabbau verbunden ist und zum Verlust der Zähne führt. Der Zusammenhang von Zahnerkrankungen und anderen damit ausgelösten organischen Erkrankungen, wie zum Beispiel Herzkreislauferkrankungen oder rheumatischen Beschwerden, ist medizinisch belegt.
Zahnarztphobie
Viele Menschen leiden an einer so genannten Zahnarztphobie. Phobien sind krankhafte Ängste, die sich in bestimmten Situationen oder gegenständlich äußern können. Viele Menschen haben auf Grund von objektiven oder subjektiven Gründen Angst vor der Zahnbehandlung. Nichtsdestotrotz gehören Zahnbehandlungen und Kontrollen zu einem gesundheitsbewußten Leben und zur Prävention vermeidlicher zahnmedizinischer Erkrankungen. In der heutigen Zeit gibt es Erfolg versprechende Verfahren, um die Zahnarztphobie zu lindern.
Zahnverlust durch Unfälle
Gerade im Sport treten zahlreiche traumatische Schädigungen der Zähne und des Kiefers- und Gesichtes auf. Vor allem die neuen Trendsportarten wie Inlineskating oder Mountainbiking tragen maßgebend zu Verletzungen in diesen Regionen bei. Ausgeschlagene Zähne oder Verletzungen des Jochbeins und des Kiefers treten oft auf und bedürfen einer sofortigen Behandlung durch den Arzt. Herausgebrochene Zähne können bei richtiger Sofortversorgung durchaus wieder eingesetzt werden. Lebensbedrohliche Komplikationen können durch die enge regionale Verwandtschaft, vor allem an der Halswirbelsäule und den oberen Atemorganen, bei offenen oder geschlossenen Verletzungen auftreten.
Zahnwurzelentzündungen
Zahnwurzelentzündungen, die oft mit sehr starken Zahnschmerzen einhergehen, sind mit Zahnfäulnis (Karies) verbunden. Ebenso, wie andere Zahnerkrankungen können Entzündungen mit Schmerzen auch auf den Kiefer und die Mundhöhle ausstrahlen sowie andere organische Erkrankungen, wie Herzkreislauf oder rheumatische Erkrankungen auslösen.