Hormone sind maßgebend für unsere Entwicklung in allen Lebensabschnitten verantwortlich Hormone dienen – wie Nerven auch- als Informationsüberbringer und regeln so lebensbestimmende Funktionsabläufe im menschlichen Organismus. Kommen die Informationen an den maßgebenden Organen an, so werden neue chemische Strukturen geschaffen, die wichtige Veränderungsprozesse einleiten. Oft sind diese körperlichen Veränderungsprozesse mit psychischen Bewusstseins- und Verhaltensänderungen verbunden, wie zum Beispiel in den Wechseljahren. Hormone sind vor allem für den Knochenstoffwechsel wichtig. Der allgemeinmedizinische Begriff „Stoffwechsel“, umschreibt Aufnahme-, Umwandlungs- und Abgabeprozesse von fremden und körpereigenen Stoffen im Organismus. Sind diese hormonellen und stoffwechselbezogenen Prozesse gestört, können unterschiedliche Erkrankungen, Symptome und Beschwerden auftreten. In dieser Themenrubrik finden Sie Krankheiten, die auf hormonelle Veränderungen und Stoffwechselstörungen beruhen.
Androgenisierung
Unter Androgenisierung versteht man allgemein die „Vermännlichung“ der Frau auf Grund der verstärkten Wirkung der männlichen Hormone, den Androgenen. Unterschiedliche Faktoren können ursächlich für diesen Prozess verantwortlich sein. Meist sind es bestimmte Tumore oder Enzymdefekte, die diesen Prozess auslösen. Gerade im Leistungssport führt die Einnahme androgenhaltiger Präparate (Anabolika) zur „Vermännlichung“.
Brustentzündung
Die Mastitis oder Brustdrüsenentzündung kommt am häufigsten in der Stillperiode vor, seltener außerhalb der Stillzeit oder in der Schwangerschaft. Brustdrüsenentzündungen in der Stillzeit werden mit Mastitis puerperalis umschrieben. Brustentzündungen außerhalb der Schwangerschaft oder Stillzeit werden Mastitis nonpuerperalis genannt. Chronische Brustdrüsenentzündungen findet man häufig bei Mastitis puerperalis d.h. außerhalb der Stillperiode.
Gicht
Gicht ist der Sammelbegriff für alle Stoffwechselstörungen, die mit einem erhöhten Harnsäurespiegel zusammen hängen. In Gelenken und verschiedenen Geweben kommt es zur Ablagerung von Harnsäurekristallen. Je höher der Harnsäurespiegel steigt, desto höher ist die Gefahr an Gicht zu erkranken. Frauen sind von Gicht weniger betroffen als Männer. Man schätzt, dass jeder fünfte Mann einen erhöhten Harnsäurespiegel hat. Man unterscheidet in primäre und sekundäre Gichtform.
Hämochromatose
Die Hämochromatose oder Eisenspeicherkrankheit ist eine Stoffwechselkrankheit, die Ende des 19. Jahrhunderts erstmalig beschrieben wurde. Man schätzt, dass jeder zehnte Nordeuropäer die erbliche Schädigung des Chromosom 6 von einem Elternteil übernimmt. Männer sind von der Erbkrankheit zehnmal mehr betroffen als Frauen. Man schätzt das in Deutschland rund 250.000 Menschen mit den Anlagen beider Erbteile leben. Unbehandelt kommt es bei diesen Menschen im Laufe des Lebens zum Ausbruch der Krankheit, die mit den Allgemeinsymptomen, wie Müdigkeit, Infektanfälligkeit oder auch Depressione
Homocystinurie
Die Homocystinurie ist eine angeborene Stoffwechselerkrankung, die dazu führt das ein Stoffwechselprodukt, das Homocystin, nicht ganz abgebaut werden kann. Das Molekül Homocystein, eine Aminosäure, wird dabei im Blut und Urin angereichert. Aminosäuren sind wichtige Bausteine für menschliche Zellen. Menschen, die unter der Krankheit leiden, haben extrem hohe Konzentrationen von Homocystein im Blut und Urin. Auf Grund des Mangels an bestimmten Enzymen wird das toxische Homocystein weniger abgebaut. Typische Symptome der angeborenen Stoffwechselerkrankung sind Thromposen, Empolien oder auch
Kretinismus
Kretinismus ist eine angeborene Kinderkrankheit, die ihren Ursprung in Schilddrüsenstörungen hat. Die Schilddrüse produziert zu wenig des für die Stoffwechselprozesse wichtigen Hormons Thyroxin. Dies führt dazu, dass sich die Stoffwechselprozesse verlangsamen und es zu Entwicklungsdefiziten kommt. Unter anderem sind das Zentrale Nervensystem und andere Organe betroffen. Auch Skelettmissbildungen werden durch Kretinismus ausgelöst. In vielen Fällen geht die Erkrankung mit geistigen und körperlichen Schwerbehinderungen einher.
Testosteronmangel
Testosteron ist ein wichtiges männliches Hormon zur Entwicklung und Bildung der Geschlechtsorgane. Testosteron, das in den Hoden gebildet wird und sich über das Blutsystem verteilt, wirkt sich auch auf die Muskelbildung, die Spermienproduktion oder den typischen Bartwuchs aus. Testosteron wirkt sich aber auch auf Stimmungen und Verhaltensweisen aus, die vom Gehirn gesteuert werden und zum Beispiel den Sextrieb stimulieren. Der Testosteronanteil nimmt im Alter ab und kann zu den typischen Wechseljahressymptomen bei Männern führen. Die künstliche Testosteronzugabe, ohne ärztliche Rücksprache, kann zur schwerwiegenden Krankheiten führen.
Wechseljahre der Frau
Wechseljahre (Klimakterium) der Frauen stellen keine Krankheit dar, vielmehr führt die kontinuierlich im Alter abnehmende Östrogenproduktion zu Symptomen, wie Hitzewallungen, Schwindel und Schweiß. Jede Frau nimmt diesen altersbedingten, hormonellen Umwandlungsprozess anders war. Im negativen Fall können andere Symptome meist mit psychischen Leiden entstehen.